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FAQ's Getriebe

Schaltgetriebe bei Autos - Längseinbau

In der klassischen Antriebsvariante verfügen Fahrzeuge über einen vorne längs eingebauten Motor und Heckantrieb. Auch wenn in den 1970iger Jahren zunehmend der Frontmotor mit Frontantrieb oder auch der Allradantrieb populär wurde, so setzen bedeutende Autohersteller, allen voran BMW und Daimler, weiterhin auf erstgenanntes Konzept.
Der Antriebsstrang sieht hier wie folgt aus:
Zunächst der längs eingebaute Motor mit Schwung und Kupplung (an der Hinterseite). Hier ist direkt das Getriebe (4-Gang, 5-Gang, 6-Gang oder 7-Gang) angeflanscht. Mittels Kardanwelle erfolgt die Kraftübertragung zum Hinterachsdifferential und von dort nach links und rechts zu den Antriebsrädern.

Im Bild ein komplettes 5-Gang-Getriebe, wie es in diversen Opel- und BMW-Modellen zum Einsatz kam:

5-Gang-Schaltgetriebe Längseinbau

Bei dieser Konstruktionsweise kann das Getriebe recht klein und kompakt ausgeführt werden. Da es im Mitteltunnel auf Fahrerhöhe sitzt, ist auch der Schalthebel ohne nennenswerte Umlenkungen direkt in das Getriebe integriert. Populäre Youngtimer die nach diesem Konzept erfolgreich bei Rallyes und Rennen auftreten, sind BMW 2002, Ford Escort BDA und RS 2000, Ford Capri, Opel Kadett C, Opel Ascona, Opel Manta und in den späteren Jahren BMW M3 und Mercedes 190 E.

Technischer Aufbau eines längs eingebauten Autogetriebes:


Im Getriebe laufen 2 parallele Wellen, die Hauptwelle und die Vorgelegewelle. Der vordere Teil der Hauptwelle heißt Primärwelle und ist mit der Kupplung verbunden (Krafteinleitung ins Getriebe). Der hintere Teil der Hauptwelle, die Sekundärwelle ist mit der Kardanwelle verbunden (Kraftausleitung aus dem Getriebe). Die Hauptwelle ist zwischen Primär- und Sekundärwelle nicht durchgehend starr verbunden, kann aber über eine Schiebemuffe gesperrt werden. Bei Sperrung läuft die Drehzahl von der Kupplungsseite kommend gerade durch zur Kardanwelle, dieser Gang ist folglich 1:1 übersetzt. Beim 5-Gang-Getriebe ist üblicherweise der 4. Gang gerade durchgeschaltet.

Bei allen anderen Gängen wird zunächst von der Primärwelle über ein Zahnradpaar zur Vorgelegewelle übersetzt und dann durch ein weiteres, zu schaltendes Zahnradpaar von der Vorgelegewelle zurück zur Sekundärwelle. Beim 5-Ganggetriebe sind somit 4 Zahnradpaare für die Gänge 1-3 und 5 erforderlich und das Zahnradpaar von Primärwelle zu Vorgelegewelle.

Hinzu kommt noch ein weiteres Zahnradpaar plus Umkehrzahnrad für den Rückwärtsgang.

Bild unten: Getrag Getriebe Typ 265 teilzerlegt, mit den einzelnen Zahnradpaarungen

Getrag 265 zerlegt

Begriffe - Getriebe:

Differential
kurzes Getriebe
Schaltegetriebe längs
Sperre
Übersetzung

 



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